Arche Akademie schließt Lücke

Arche Akademie schließt Lücke

Palliative-Care-Kurse künftig in Räumen an der Karlshöhe

VON BETTINA GÖRLITZER

Lüdenscheid – Altbekanntes in einem neuen Gewand und auf der anderen Seite ein Kleid ergänzt um ein weiteres Accessoire: So könnte man das umschreiben, was sich seit dem Umzug an die Karlshöhe rund um den Hospizverein Die Arche Lüdenscheid tut. Seit Kurzem bietet die Arche Akademie ein breit gefächertes Kurs- und Bildungsprogramm. Als Leiterin der Akademie will Inga Nierhoff das Angebot stetig erweitern.

Die Voraussetzung dafür wurden durch die neuen Räume an der Karlshöhe geschaffen: Dort gibt es unter anderem einen großen Gruppenraum, der für Treffen der Hospizbegleiter, aber auch für Seminare genutzt werden kann. Das gibt dem Arche-Team um die Leitende Koordinatorin Ute Gall die Möglichkeit, eine Lücke zu schließen, weil die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Altena-Lüdenscheid derzeit keine Palliative-Care-Kurse mehr im Martinus-Haus anbietet. Dabei war die Arche mit Ute Gall als Kursleiterin bislang als Kooperationspartner dabei. Um das Angebot weiterführen zu können, mussten neue Strukturen her, die mit der Arche Akademie geschaffen wurden.

Träger der Akademie ist mit der Arche gGmbH eine gemeinnützige Gesellschaft. Deren Gesellschafter sind der Verein die Arche und Ute Gall selbst. Marie-Luise Menke hat ehrenamtlich die Geschäftsführung der Arche gGmbH übernommen.

Der Seminarraum an der Karlshöhe wurde fast vollständig – immerhin zu 80 Prozent – aus Spenden finanziert, angefangen vom Teppich bis hin zur Ausstattung, freuen sich Inga Nierhoff und Ute Gall. Die Akademie bietet nicht nur Palliative-Care-Kurse im Rahmen des Aus- und Weiterbildungsangebots für Fachkräfte. Schulungen für Ehrenamtliche sowie Angebote für Betroffene, Angehörige und weitere Interessierte bilden ein weiteres Themenspektrum. Dazu will Inga Nierhoff ein Angebot an Beratungen und sogenannten Inhouse-Schulungen in Senioren- beziehungsweise Pflegeeinrichtungen aufbauen. Angehörige sollen den Besuch beim Patienten direkt mit einer Schulung oder einem Vortrag verbinden können. Bei der Zusammenstellung der Themen können auch die Interessen und Wünsche der Einrichtungen berücksichtigt werden, kündigt Inga Nierhoff an.

Bild: Bettina Görlitzer