Offener Umgang mit Tod und Trauer

Offener Umgang mit Tod und Trauer

Arche: Trauerarbeit mit Kindern und Familien

Marielle Lauermann-Gall will den Umgang mit Tod und Trauer aus der Tabuzone holen:“ Wir möchten Kinder und ihre Familien in dieser Zeit begleiten und ihnen zur Seite stehen“, sagt die 32-jährige Sozialpädagogin. Sie koordiniert beim Verein Arche die Trauerarbeit mit Kindern und Familien.
„Wie reden wir über den Tod eines Angehörigen, sei es ein Elternteil, Geschwister oder Großeltern? Dafür möchten wir unsere Trauerarbeit breit aufstellen, sei es, indem wir zu den Familien gehen oder Familien zu uns kommen. Mittelfristig sollen auch Kurse und Fortbildungen stattfinden. Für die trauernden Kinder soll an unserem Standort an der Karlshöhe eine Kindertrauergruppe eröffnet werden.“
Die einstige Sternenkindergruppe, eine Selbsthilfegruppe des Paritätischen, soll wieder aufleben. „Jede Familie ist unterschiedlich und auf jede müssen die beiden ehrenamtlichen Begleiter individuell reagieren. Wichtig ist es zunächst, zuzuhören und dann Wege im Umgang mit der Trauer aufzuzeigen“, sagt Marielle Lauermann-Gall. Die Altersspanne geht von Kindern bis Jugendlichen.
Die Angliederung an das ambulante Hospiz, das wie berichtet, zur Karlshöhe umgezogen ist, biete dabei eine sinnvolle Ergänzung. „Die Erfahrungen zeigen, dass der Bedarf an Begleitungen und Beratungen, insbesondere bei der Kindertrauerarbeit steigt“. Marielle Lauermann-Gall ist unter der Rufnummer 02351/66313-13 erreichbar.

Martin Messy
Lüdenscheider Nachrichten 30.11.2018